Dienstag, Juli 31, 2007

Schulbücher

Heute morgen im Radio: Eine Schuldirektorin wird zum Thema "Einheitliche Schulbücher für alle" interviewt. Sie ist dagegen. Aber zunächst soll sie mal erklären, was ein gutes Schulbuch ist: Es soll Anleiten zum selbständigen Lernen, soll Methoden vermittlen und eben nicht pauken. Sehr schön. Nun möchte sie es außerdem jedem Lehrer selbst überlassen, diese guten Schulbücher zu finden. Man kann jetzt drüber streiten, ob jeder Lehrer ein gutes Buch nach ihrer Definition finden will. Zum Schluss sagt die gute Frau aber einen Satz, der sie leider völlig disqualifiziert. Sie möchte es sich als Lehrerin nicht zuletzt vorbehalten, ein Buch auszuwählen, dass (beispielsweise in Geschichte oder Biologie) ihrer eigenen Anschauung entspricht. Es ist natürlich viel besser für die Schüler, wenn man die Anschauung eines einzelnen Lehrers aufgedrückt bekommt, als wenn mehrere Leute gemeinsam entscheiden, welche Bücher als Schulbücher Verwendung finden sollen. Da hab ich einen Anhänger des Kreationismus als Lehrer vor mir stehen und schon lerne ich nix mehr über die Evolution? Seltsame Einstellung. Aber das scheint ja irgendwie nicht ungewöhnlich.
Da bin ich froh, dass meine Schulzeit schon weit hinter mir liegt.

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