Sonntag, Februar 11, 2007

Op die Bühn

Ich werde unter Achims Einfluss doch noch zu einer Kölnerin und so habe ich es jetzt doch gewagt, eine Karnevalssitzung zu besuchen. Und was soll ich sagen: Ich hatte richtig viel Spass. Ich hatte mir das Ganze ein bisschen steifer vorgestellt und hatte Bammel, das mir vom vielen Rumsitzen irgendwann der Hintern weh tut. Aber: Man muss ja gar nicht rumsitzen. Meistens steht man oder wenn einem das Programm nicht gefällt oder wenn man Durst hat oder wenn man nur in Ruhe mit jemandem quatschen will, geht man einfach raus - dorthin wo es lecker essen und trinken gibt. Da im Saal KÖLSCH-Verbot war - zumindest bis etwa 21:30 Uhr - und es gab nur Wein - sind auch immer ne Menge Menschen draussen gewesen. Wer will schon Wein.

Es war keine normale Sitzung mit den üblichen Büttenrednern und Musikgruppen. Die Aktion nannte sich "Op die Bühn" und es waren fast nur unbekannte Leute am Start. Das war meistens gut, manchmal etwas fad. Es ging etwas schleppend los mit dem Kölner Dreigestirn und den unkoordiniert tanzenden Blauen Funken, aber später wurde es besser - als die Neuen kamen. Interessant war, wie schnell die Stimmung umschlägt. Eben noch war der halbe Saal leer, die Besucher alle am Kölsch-Stand oder aufm Klo und der Rest im Saal fing an zu schnarchen und dann wird die lahme Rockband von zwei dicken Männern und einem "schwarzen Mann" (Zitat) verjagt und schon steht alles auf den Stühlen und johlt. Da es - wie schon erwähnt - eine Sitzung mit Newcomern war, kann ich die jetzt gar nicht nennen, da ich die Namen gestern schon direkt vergessen hab. Den Abschluss bildeten dann aber Brings - der Mensch ist ja ein Gewohnheitstier und will zum Abschluss was Bekanntes haben.

Nach der Sitzung haben wir noch zu viert die Ubier-Schänke in der Südstadt aufgemischt. Da sollte an dem Abend ein "Warmsingen" stattfinden. Man, was war das für ein lahmer Haufen. Und ich dachte, wir sind in Rudolstadt, als uns alle anstarrten beim Reinkommen und Drinbleiben - nur weil wir kostümiert waren. Naja, wir haben ordentlich für Gesprächsstoff gesorgt. Nicht nur, weil wir laut gesungen und nicht-platzsparend getanzt haben, sondern auch, weil die anderen 3 ungefähr ständig die Kostüme getauscht haben.

2 Comments:

At 9:47 nachm., Blogger Martin said...

Das mit dem Stehen und Rausgehen ist bei den Sitzungen hier auch immer so. Ich glaub, nur bei den Fernsehsitzungen ist Sitzpflicht ;) Aber ein Kölsch-Verbot im Saal hab ich noch nirgendwo erlebt. Hatte das irgendeinen Grund?

PS: Dreigestirne bzw. Prinzenpaare sind immer langweilig.

 
At 11:12 vorm., Blogger Wieze said...

Naja, ich kenne ja auch nur die Sitzungen aus dem Fernsehen. Und da kleben eben immer alle an den Stühlen.

Ich vermute, mit dem Kölsch-Verbot sollte verhindert werden, dass die Leute zu schnell betrunken werden. Das hat aber nicht wirklich hingehauen, weil ja alle zum Trinken rausgelatscht sind. Und immerhin war die Veranstaltung im Gürzenich, dem Wohnzimmer Kölns.

 

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